Melani Parakenings

Melani Parakenings ist seit dem 01.10.2015 Auszubildende im Palliativpflegedienst KAISERPFLEGE

Frau Parakenings, darf ich Melani zu Ihnen sagen?
Ja, gern.

Melani, können Sie etwas zu Ihrem bisherigen beruflichen Weg sagen, bevor Sie als Auszubildende im Palliativpflegedienst begonnen haben?
Ich bin froh, dass ich jetzt in der Pflege arbeiten kann. Das hätte ich gar nicht so gedacht.

Wie kam es dazu?
Meine Schwägerin erkrankte an Krebs. Mich hat in dieser Zeit beeindruckt, wie die Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes mit meiner Schwägerin umgingen – nicht nur fachlich kompetent, sondern eben sehr einfühlsam in jenen für uns alle nicht leichten Tagen.
Zu diesen Mitarbeiterinnen gehörte  Carmen Luplow. Sie arbeitet heute ebenfalls im Palliativpflegedienst „Kaiserpflege“. Der Kontakt mit den Menschen, die sich so liebevoll um meine Schwägerin kümmerten – das war so ein Impuls zu sagen: Das will ich auch zu meinem Beruf machen.
Zu Ihrer eigentlichen Frage: Ich habe 1999 die Hauptschule abgeschlossen. Danach war ich in einer Konditoreilehre. Leider habe ich die praktische Prüfung nicht bestanden und bin also ohne Abschluss geblieben.

Wie kam es dazu?
Ich hatte in der Zeit einen Unfall, der mich aus dem Prüfungsprozess rausgebracht hat. Danach wollte mich mein Chef nicht mehr weiter anstellen. Die Fronten hatten sich da auch verhärtet, sodass ich dann selbst auch nicht bei ihm weiterarbeiten wollte.

Wie ging es weiter?
Ich wurde Verkäuferin in einem Sonderpostenmarkt in Wedel. Das war hervorragend. Die Arbeit hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Warum?
Der Kundenkontakt, die Gespräche mit den Menschen und die Arbeitsatmosphäre – all das beflügelte mich, nachdem ich in der Konditorei anfangs ganz andere Erfahrungen, eben nicht so gute, gemacht habe.

Wie lange waren Sie in dem Sonderpostenmarkt?
Insgesamt fünf Jahre. Dann wurde ich schwanger. Meine Tochter wurde 2006 geboren.
Später habe ich wieder im Verkauf begonnen – im gleichen Markt.

Und, haben Sie dort bis zu Ihrem Eintritt in den Pflegedienst gearbeitet?
Nein, ich habe noch bei einer Immobilienverwaltung angefangen zu arbeiten.
Dort, wo mein Mann noch heute tätig ist. Das war im April 2010.

Was haben Sie genau gemacht?
Ich war zunächst im Büro tätig, später habe ich auch Wohnungsübergaben gemacht oder auch solche Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Treppenausreinigung.
Am 1. Oktober 2015 bin ich dann in den Palliativpflegedienst Kaiserpflege gewechselt.

Was macht die Ausbildung im Palliativpflegedienst besonders?
Das Besondere in der Ausbildung liegt natürlich im Tätigkeitsfeld.
Wir kümmern uns ja um Menschen, die schwer erkrankt sind und oft nur noch wenige Zeit zu leben haben. Was mich wirklich immer wieder beeindruckt, ist die Dankbarkeit, mit der uns die Patienten begegnen. Ich fahre ja bereits mit raus zu Patienten und da erlebe das ja hautnah mit. Das macht das ganz Spezifische, das Besondere an dieser Ausbildung aus.

Dürfen Sie denn schon mitarbeiten, wenn Sie mit in die häusliche Umgebung der Patienten fahren?
Auf jeden Fall. Sonst würde ich das ganze Procedere ja nicht lernen. Aber: natürlich unter Anleitung. Das sind zum Beispiel Tätigkeiten in der Grundpflege, die ich selbstständig ausführe.

Wann haben Sie denn Ihre Prüfung?
Im Oktober. Ich befinde mich faktisch in den Prüfungsvorbereitungen.

Und, schaffen Sie die Prüfung?
Aber selbstverständlich. Ich habe hier so viel Unterstützung. Da kann ich gar nicht anders, als zu bestehen.

Weil Sie von Unterstützung sprechen: Wie wichtig ist sie Ihnen in Ihrem Team?
Sehr wichtig! Ich brauche nur zu rufen. Und schon ist jemand da, der mir hilft. Ich schreibe nicht so gern. Da hilft mir zum Beispiel Carmen Luplow. Sie zeigt mir, wie ich besser und richtig formulieren kann.
Aber auch jede andere Kollegin bringt sich ein, beantwortet meine Fragen, zeigt mir, wenn ich etwas wissen möchte.

Melani, was ist Ihnen beruflich und privat besonders wichtig?
Anders gefragt, was ist für Sie Glück?
Ich bin glücklich, dass ich in so ein Team gekommen bin. Das ist ja auch etwas, was nicht jedem passiert.

Können Sie das noch besser wertschätzen, weil Sie schon in verschiedenen anderen Branchen und Unternehmen gearbeitet haben?
Ich denke ja. Das ist schon so. Die Tatsache, dass ich mit Freude zur Arbeit gehe, auf Menschen treffe, die mag und die mich so nehmen, wie ich bin – ja, das ist für mich ein großes Glück. Und natürlich: Die Familie, sie zählt ebenfalls zu meinem Glück. Ich bin verheiratet, habe eine Tochter, zwei Stiefsöhne und ein Pflegekind – und alles läuft harmonisch ab. Das ist schon ein sehr wichtiger Bestandteil meines Glücks.

Melani, ich danke Ihnen für das Gespräch.

 

Das Interview erfolgte am 01/07/2016.
Melani Parakenings
Goethestr. 66a
22880 Wedel

Telefon: 04103 1877090
Telefax: 04103 1877085

E-Mail:   ppd@kaiserpflege.de
Internet: www.kaiserpflege.de